Welche Versicherungen brauchen Hundebesitzer wirklich?
Eine Hundeversicherung ist für Hundebesitzer nicht nur deshalb von Bedeutung, damit Schäden durch den Hund abgedeckt sind, sondern auch, um hohen Tierarztkosten bei Krankheit oder Unfall zu decken. Die Hundehaftpflicht deckt Sach- und Personenschäden. Eine Hundekrankenversicherung greift in Krankheitsfällen.
Haftpflichtversicherung für Hunde
In vielen Bundesländern ist die Haftpflichtversicherung für Hunde Pflicht. Diese deckt Sachschäden, Personenschäden und Vermögensschäden ab. In der Praxis könnten das zerkratzte Möbel oder beschädigte Autos sein oder Bissverletzungen an Personen. Ein Hundebesitzer, der eine private Haftpflichtversicherung abgeschlossen hat, versichert nicht automatisch den Hund mit.
Die Kosten pro Jahr belaufen sich auf ca. 40–80 €. Wichtig ist die Deckungssumme – hier ist die Empfehlung bei mindestens 5 Mio. €. Zudem könnte die Versicherung weltweit für Reisen gültig sein.
| In Niedersachsen ist die Hundehaftpflicht seit 2011 Pflicht. |
Krankenversicherung für Hunde
Bei Krankheit oder Unfall deckt die Krankenversicherung für Hunde die Behandlungskosten. Eine Vollversicherung schließt Vorsorge und Impfungen ein, während eine extra OP-Versicherung nur chirurgische Eingriffe deckt. Der Vorteil des Schutzes bei hohen Tierarztkosten liegt auf der Hand.
| Tierarztkosten bei einer OP können schnell über 1.500 € betragen. |
Je nach Rasse und Alter spielt sich die Hundekrankenversicherung in einem Rahmen von 20-70 € pro Monat ab. Hundebesitzer müssen nicht selten Wartezeiten beachten und Vorerkrankungen werden oft ausgeschlossen.
Zusatzversicherungen
| Unfallversicherung | Auslandskrankenversicherung | Rechtsschutz für Hundebesitzer | Sterbegeldversicherung |
| Deckt Unfälle außerhalb des Hauses | Für Reisen ins Ausland | Bei Streitigkeiten (z. B. nach Beißvorfall) | Für Bestattungskosten (optional) |
Gesetzliche Vorgaben und regionale Unterschiede
In Niedersachsen, Berlin, Hamburg, Thüringen u. a. gilt Versicherungspflicht. Ohne eine Haftpflichtversicherung besteht die Gefahr von Bußgeldern. Registrierungspflicht und Nachweispflichten sind zu beachten, bspw. Hunderegister oder Chippflicht.
| Wussten Sie, dass ein Hundebiss Personenschäden von über 10.000 € verursachen kann? |
Tipps zur Auswahl der richtigen Versicherung
| Deckungssumme prüfen |
| Selbstbeteiligung beachten |
| Vergleichsportale nutzen |
| Kombi-Angebote für mehrere Hunde |
| Bewertungen und Erfahrungen anderer Hundebesitzer |
Was nehmen wir mit?
Die Hundehaftpflichtversicherung ist unverzichtbar und oft gesetzlich vorgeschrieben. Um hohe Tierarztkosten abzudecken, lohnt sich eine Hundekrankenversicherung. Je nach Lebensstil und Reiseverhalten können entsprechend Zusatzversicherungen abgeschlossen werden.
(Bildquelle: Pixabay.com – CC0 Public Domain)